Geologie:
Das Gebiet des heutigen Namibias wird als einer der ältesten Teile der Erdkruste
bezeichnet. Noch lange vor der Entstehung des Superkontinents *Gondwana*
bildeten sich vor mehr als 2 Milliarden Jahren im Gebiet des heutigen
Afrika zwei Festlandsockel - der Kongo-Kraton und der Kalahari-Kraton.
Letzterer umfasst große Teile des heutigen Namibias. Durch verschiedene
tektonische Vorgänge entstand dann vor etwa 550 Millionen Jahren ein
riesiges, zusammenhängendes Festlandgebiet, das die heutigen (Teil-)Kontinente
Afrika, Südamerika, Australien, Indien und die Antarktis umfasste *Gondwana*.
Vor etwa 150 Millionen Jahren begann dieser Superkontinent allmählich
in die heute bekannten Kontinente zu zerbrechen und auseinander zu driften.
Die besonderen, über Jahrmillionen andauernden klimatischen Verhältnisse
in Südwestafrika führten dazu, dass viele geologische Strukturen, Vorgänge
und Erscheinungen besonders gut erhalten und deshalb auch heute noch
zu beobachten sind. Dazu gehört letztlich auch die *Namib*
Besiedlungsgeschichte:
Die trockenen Landstriche Südwestafrikas sind schon seit vielen Tausend Jahren
Lebensraum und Heimat für die Völker der San und Damara. Eine nennenswerte
Besiedelung blieb jedoch wegen der unwirtlichen Verhältnisse in den Küstenregionen
lange Zeit aus. Im Zuge zahlreicher afrikanischer Völkerwanderungen drangen,
im 17. Jahrhundert beginnend, Herero, Nama, Orlam - und Ovambo-Stämme
ins Land ein.