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Fotos: Klaus-Peter Schleicher | Erzeugt von JAlbum & Chameleon | Hilfe
Wasser – die wichtigste Ressource des 21. Jahrhunderts
Wasser ist Leben und Wasser ist Brot, verunreinigtes Wasser aber
Krankheit und Tod
In vielen Gebieten der Erde ist hygienisch einwandfreies Trinkwasser schon
heute ein knappes Gut. Der globale Trinkwassermangel in denariden und
semiariden Bereichen wird sich in den nächsten Jahrzehnten noch weiter
verschärfen. Dies liegt einmal an der ungleichmäßigen regionalen Verteilung
der globalen Süßwasserreserven zum anderenan der gebietsweisen Überbeanspruchung
des Wasserdargebotes insbesondere durch Bevölkerungszunahme. Gegenwärtig
haben vorwiegend in den Entwicklungsländern, ca.1,4 Mrd. Menschen keinen
Zugang zu sauberen Trinkwasser und2,3 Mrd. leben ohne ausreichende sanitäre
Versorgung. Dies führt zwangsläufig zur Ausbreitung von Infektionskrankheiten
und einer erhöhten Kindersterblichkeit.Von den riesigen totalen Wasservorräten
unserer Erde (ca. 1, 4Mrd km3)sind nur 2,8% Süßwasser (0,632% Grundwasser,
0,017% Wasser derFlüsse und Seen und 2,15% in den polaren Eiskappen bzw.
in Gletscher gebundenes Süßwasser), aber 97,2% Salzwasser in den Ozeanen.
Nach Angaben der UNO stützt sich die Trinkwasserversorgung weltweit zu
65% auf die Nutzung von Grundwasser. Dies ist vor allem damit zu begründen,
dass Grundwasser im Vergleich zu Oberflächenwasser zumeist besser vor
Verunreinigungen geschützt ist und vor allem in ariden Gebieten sehr
viel weniger der Verdunstung unterliegt. Für eine langfristige, nachhaltige
Grundwasserbewirtschaftung ist die sich ständig erneuerbare Grundwasserneubildung
von ausschlaggebender Bedeutung. Die Übernutzung vorhandener Grundwasserreserven,
die sich in feuchteren Klimaperioden früherer geologischer Zeiten, in
heute ariden Gebieten gebildet haben, kann zukünftig zur weiteren Verknappung
der Grundwasservorräte und zur Schädigung ausgedehnter Ökosysteme führen.
Negative Auswirkungen von sinkenden Grundwasserspiegeln und zunehmender
Versalzung sind seit einiger Zeit z.B. im Saharagebiet Nordafrikas zu
beobachten.
So werden beispielsweise in der libyschen Wüste große Mengen Jahrtausende
alten Grundwassers für die Bewässerung genutzt. Es werden dort jährlich
ca. 3,8 mal mehr Grundwasser gefördert als durch die Neubildung nachgeliefert
werden kann. (Angaben Helvetas/Internet). Aber auch in den grundwasserreichen
Ländern Mitteleuropas sind vielerorts die oberflächennahen Grundwasserleiter
durch Stoffeinträge belastet und ohne Aufbereitung für die Trinkwasserversorgungwenig
geeignet.
Die Gewährleistung einer zukünftigen Nutzung des Wassers bei einer zahlenmäßig
wachsenden Erdbevölkerung verlangt eine nachhaltige, standortbezogene
Bewirtschaftung. Dem Trinkwasserschutz muss weltweit somit eine erhöhte
Priorität eingeräumt werden. Dazu gehören neben dem flächenbezogenen
Grundwasserwasserschutz auch die Berücksichtigung der Ansprüche unterschiedlicher
Ökosysteme (z.B. Feuchtbiotope, naturnaher Wald ). Sehr wichtige
Faktoren für integrierte Wasserschutzmaßnahmen sind auch eine ausreichende
Abfallentsorgung und Altlastensanierung. Die Landnutzung sollte dem Wasser-
und Nahrungsmittelbedarf der Regionen zukünftig angepasst werden.
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