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Das Schottische Hochland
Slideshow


Eine Rundreise durch die Highlands von Schottland. Hieraus entstand der Jahreskalender 2008

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Das schottischen Hochland |Fotos von Klaus-Peter Schleicher | Hilfe

Whisky -- Das Wasser des Lebens

Single Malt Scotch Whisky ist eine besondere Flüssigkeit. Sie gehört zur schottischen Kultur wie der Haggis oder das Porridge. Ein Whisky ist immer ein Kind seiner unmittelbaren Umwelt, des Salzgehaltes der Luft, der Minerale des frischen Quellwasser, des Gesteins oder des Moores durch das es fließt und natürlich der Torf, mit dem das Feuer zum rösten der Gerste geschürt wird.

Kein anderes hochprozentiges Landesgetränk bietet eine solche Vielfalt an Farbe, Duft, Geschmack und Abgang. Es gibt Whiskys,
die sind süß, salzig, torfig, trocken, leicht, fruchtig, schwer, spritzig, alles zusammen oder von all dem nichts. Auch viele Bezeichnungen gibt es für dieses Getränk. Es ist das "Wasser des Lebens", das "aqua vitae" des Lateiners. Gälisch nennt man es "uisge beatha" oder "usquebaugh". Daraus entstand irgendwann "Whisky". Der gebrannte Gerstensaft kommt in diversen Qualitätsstufen daher, die Bezeichnung "Single Malt Whisky" steht für den oberen Abschnitt dieser Skala: "Single" zeigt an, dass der Whisky nur in einer ganz bestimmten Brennerei hergestellt und nicht mit anderen Whiskysorten verschnitten wurde. "Malt» weist auf die Rohstoffe hin; nicht irgendein Getreide, sondern ausschließlich Gerstenmalz wird verwendet, mit Wasser versetzt, mit Hefe vergoren und in einer Brennblase destilliert.

"Scotch" bedeutet, dass dieser Whisky in dem Land gebrannt und ausgereift ist, dessen Namen er trägt. "Angel's Share" ist der für Engel produzierte Anteil verdunsteten Destillats, der während der Lagerung des Whisky aus den Holzfässern entweicht. Dieser Anteil liegt bei ca. 0,5 bis 2% eines Fassinhaltes pro Jahr. Ein schottisches Sprichwort behauptet demzufolge, dass Schotten keine Probleme damit hätten, in den Himmel zu kommen -- sie haben ihr Eintrittsgeld bereits entrichtet. Ganze Wirtschaftszweige leben in Schottland mit und auch von diesem Produkt. Whiskyproduktion und -handel schaffen nicht nur in den Destillen Arbeitsplätze. Hotels, Pubs und sogar Reiseveranstalter ("Do the Whisky-Trail") verdienen am "uisge beatha". Am gemütlichsten verköstigt man den Whisky jedoch in einem schottischen Pub. Unvermeidliches Ziel eines jeden Freundes dieses "Lebenswassers", dessen Weg ihn an der Westküste Schottlands entlangführt (zu Lande oder zu Wasser) war und ist die Einkehr in der "Galley of Lorne", einem Inn, welcher zwischen Lochgilphead und Oban zu finden ist. Hinter der Theke dieser gemütlichen Bar, die links und rechts von Kaminfeuern gerahmt wird, stehen volle Regalbretter feinsten Single Malt Whiskys. Regelmäßig wiederkehrende Reisende beginnen mit einer Probe aus der Flasche oben links und runden spätere Besuche damit ab, sich geschmacklich und olfaktorisch bis zum letzten der edlen Tropfen unten rechts vorzutasten. Ein Vorhaben, dass sich über viele Jahre der wiederholten Einkehr in der "Galley of Lorne" hinziehen kann. Hinter dem ehrwürdigen Tresen wirkte dort bis vor wenigen Jahren der leider inzwischen verstorbene Mr. Samuel Salmon. Sam kannte die Gewässer vor Schottlands Küste genau so gut, wie er es verstand, zu jedem Single Malt oder Blended Whisky eine skurrile oder fesselnde Geschichte zu erzählen. Und der sich weder bei Mensch noch Whisky von deren Verpackungen blenden ließ ("I'm not going to keep a bloody empty Whiskybottle").